Kinder stark machen!

„Kinder stark machen!“ – unter diesem Titel kamen die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) im Münster und Interessierte zu einem Vortrag in der Alten Bücherei im Pfarrzentrum der ehemaligen Stephanusgemeinde Münster zusammen.

Diese Veranstaltung war die erste von vier Veranstaltungen unter dem Gesamttitel „Ein Kind – zwei Welten“, zu der die Katholische Elternschaft im Bistum Münster in diesem Jahr einlädt. Bei allen Veranstaltungen soll es darum gehen, wie die Kindertageseinrichtungen und Schulen zum Wohl der Kinder mit den Eltern zusammenarbeiten können.

„Was heißt „Kinder stark machen?“ mit dieser Frage an die Eltern im Auditorium bezog der Referent, Prof. Dr. Rainer Dollase von der Universität Bielefeld von Anfang an die Anwesenden mit in seinen Vortrag ein. Er zeigte verschiedene Faktoren auf, unter denen Kinder ein gutes Selbstbewusstsein entwickeln und „stark“ werden. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand seine Forderung nach einer glaubwürdigen Erziehung durch Eltern und Pädagogen, die durch das Alltagslernen oder auch durch harmonische Gleichaltrigengruppen ergänzt wird. „Es gilt immer noch: Die beste Grundlage für ein starkes Kind sei eine sichere Bindung zu den engsten Bezugspersonen.“, so Prof. Dollase. „Davon profitieren die Kinder ebenso wie Eltern und alle im Bildungsprozess Beteiligten“.  

Für etwas Überraschung sorgte die auf der Basis seiner vielen Feldforschungen erhobene Forderung von Prof. Dollase, mehr Flexibilität in Bezug auf die Ganztagsbetreuung zu erreichen. „Gebundene Ganztagsschulen z.B. seien bei den heutigen Berufsstrukturen der Eltern durchaus zu hinterfragen. Viele Eltern haben heute flexible Arbeitszeiten und deshalb kann eine größere Flexibilität bei den Nachmittags- und Ganztagsangeboten in Kindergärten und Schulen durchaus im Sinne der Familie und auch manch einem außerschulischen Angebot sein.“ so der Referent.

Am Ende des Abends wurde auch die Frage aufgeworfen, wie man als Eltern auf Hänseleien bis zum Mobbing in Kindergarten und Schule umgeht. Hier konnte es nur erste Hinweise durch den Referenten geben.
„Diesem Thema werden wir große Aufmerksamkeit widmen, weil es Eltern und Kinder und auch Kindertagesstätten und besonders Schulen sehr beschäftigt,“ führte die Vorsitzende Marie-Theres Kastner bei ihren Dankesworten an den Referenten aus und konnte damit auf die weiteren Veranstaltungen diesen Jahres am 24. April im Kardinal-von-Galen-Gymnasium, am 16. September im Schulzentrum Kinderhaus und 20. November in der Marienschule hinweisen.

 

20.03.2017

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